Ursprung und Bedeutung

Der Ursprung der Rauhnächte liegt in vorchristlichen Bräuchen und germanischen Traditionen. Damals war der Jahreswechsel eine Zeit der Unsicherheit: Die Tage waren kurz, die Nächte lang, und die Natur ruhte. Man glaubte, dass in dieser Zeit Geister und Ahnen besonders nahe seien. Mit der Christianisierung wurden diese Bräuche in den kirchlichen Jahreslauf integriert, doch die mystische Bedeutung blieb erhalten.

Die zwölf Nächte stehen symbolisch für die zwölf Monate des kommenden Jahres. Jede Nacht wird einem Monat zugeordnet, und die Ereignisse, Träume oder Stimmungen dieser Nacht sollen Hinweise auf den entsprechenden Monat geben.

Rituale und Bräuche

Die Rauhnächte sind eine Einladung zur Besinnung und inneren Einkehr. Typische Rituale sind:

Stille und Reflexion: Die Rauhnächte sind eine Zeit der Ruhe. Spaziergänge in der Natur, Meditation und Dankbarkeitsrituale helfen, Klarheit zu gewinnen.

Räuchern: Mit Kräutern wie Salbei, Wacholder oder Weihrauch werden Haus und Hof gereinigt, um negative Energien zu vertreiben und Schutz für das neue Jahr zu schaffen.

Orakel und Traumdeutung: Viele Menschen führen ein Rauhnacht-Tagebuch, um Träume und Gedanken festzuhalten. Sie gelten als Botschaften für die Zukunft.

Loslassen und Wünsche: Alte Belastungen werden symbolisch verabschiedet, z. B. durch das Verbrennen von Zetteln mit Sorgen. Ebenso werden Wünsche für das neue Jahr formuliert.

Die Rauhnächte sind in der Nacht vom 24.12. auf den 25.12. und enden am 06. Januar

Vorbereitung (vor dem 24. Dezember)

            Schreibe 13 Wünsche für das kommende Jahr auf kleine Zettel.

  1. Formuliere positiv und klar („Ich bin Gesund und habe Freude“ statt „Ich will nicht krank sein“).
  2. Falte die Zettel so dass Du sie nicht lesen kannst und lege sie in eine schöne Schale oder Box.

Die Rauhnächte beginnen (24./25. Dezember)

  1. Jeden Abend oder jede Nacht ziehst du einen Zettel ohne ihn zu lesen
  2. Verbrenne ihn achtsam (z. B. in einer feuerfesten Schale) und vertraue den Wunsch dem Universum/der höheren Kraft an.
  3. Wiederhole dies 12 Nächte lang.

Der letzte Zettel (6. Januar – Dreikönigstag)

Am Ende bleibt ein Wunsch übrig.

Diesen erfüllst du dir selbst im Laufe des Jahres – er ist deine persönliche                                     Aufgabe.

Optional: Begleitende Rituale

Träume notieren – sie gelten als Botschaften für das neue Jahr.

Räuchern mit Kräutern (Salbei, Wacholder, Beifuß).

Meditation oder Tagebuch führen.